Max Grau

"«[…] craving for narrative»" lässt sich einfach nicht gut übersetzen", Video-Installation

19.3.-3.5.15
Eröffnung: Mittwoch 18. März 2015, 19.00 Uhr

Die Video-Installation «[…] craving for narrative» lässt sich einfach nicht gut übersetzen basiert auf einem 23-sekündigen Ausschnitt aus dem Film „Grease [R.: Randal Kleiser] von 1978. In diesem kurzen Clip tanzt und singt sich der Hauptdarsteller John Travolta mit einer grotesk anmutenden Hyperintensität ins Herz seiner Filmpartnerin Olivia Newton-John.

Die kurze filmisch-musikalische Konfiguration ist der Anlass zu ausufernden Überlegungen und Erzählungen und Überlegungen zu Erzählungen. Es geht u.a. um das Verschleifen von Tönen und um das Zur-falschen-Zeit-am-falschen-Ort-Sein. Um Popmusik als realitätsstrukturierendes Dispositiv und um ein Paar weiße Adidas High-Top Sneaker. Weiterhin um Loops, die eigene Familie und die Frage, ob es so etwas wie einen post-ideologischen Mediengebrauch gibt. Und natürlich geht es immer auch um das Internet.

Neben der mehr oder weniger linearen Erzählung werden dem Betrachter 159 Fragmente begegnen, die versuchen etwas zu evozieren, was E. A. Poe „the ringing of memory in our ears“ nennt.

Video in englischer Sprache. Eine deutsche Übersetzung liegt aus.

Max Grau, (Jahrgang 1988) lebt und arbeitet in Berlin. 2010 bis 2014 Studium der Freien Kunst bei Prof. Erik Lanz und Prof. Georg Winter an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar). Seit 2014 Studium der Bildhauerei bei Prof. Else Gabriel und Prof. Albrecht Schäfer an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. 2013 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes e.V.  

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Lesung: „Hunde schauen meistens den Finger an, wenn man auf etwas zeigt“ mit dem Künstler Max Grau am Donnerstag, 16.04.2015, 20.00 Uhr