TERZ

Julian Bergheim, Dieter Call, Azra Duric

11. September bis 12. Oktober 2008

Im Rahmen der Ausstellungsreihe TERZ, die in Kooperation mit der HBKsaar stattfindet, zeigt das Saarländische Künstlerhaus einmal jährlich eine Auswahl an Arbeiten von je drei Diplomaten der HBKsaar. Für die Absolventen bietet dies die Möglichkeit, nach dem Diplom nochmals ihre künstlerische Position in konzentrierter Form zu präsentieren. Die diesjährige Ausstellung im Studio und Studioblau wird bestritten von drei Absolventen, die im vergangenen Jahr ihr Studium an der Saarbrücker Kunst- und Designhochschule abgeschlossen haben. Julian Bergheim, Dieter Call und Azra Duric zeigen ein Spektrum, das von bildhauerischen Ansätzen über medial-rauminstallative Fomulierungen bis hin zu Beispielen aus den neuen digitalen Medien reicht.

Julian Bergheim

„Ich versuche komplexe Zusammenhänge wissenschaftlicher und psychischer Natur in komprimierte Objektbeziehungen zu bringen, die in ihrer verdichteten Symbolik eine Fülle von neuen Wissensfeldern erschließen und neuen Sinn provozieren.“

Die Rauminstallation The Kingdom verbindet, ausgehend von dem autobiographischen Roman Valis von Philip K. Dick, der ein übernatürliches Ereignis während vier Tagen im März 1974 beschreibt, unterschiedliche Weltkonzepte, von persönlicher und kollektiver mystischer Erfahrung zur hyperdifferenzierten Weltbeschreibung der modernen Wissenschaften.

 

Julian Bergheim studierte Neue Medien bei Prof. Ulrike Rosenbach und Prof. Tamas Waliczky an der HBKsaar in Saarbrücken.  Er ist derzeit Meisterschüler von Tamas Waliczky und hat einen Lehrauftrag für Video und Compositing an der HBKsaar. In seinen Arbeiten verwendet er Objekte, Video, Text und interaktive Elemente, die aus einem Gesamtkonzept entwickelt als Rauminstallation angelegt sind.

 

Dieter Call

Räume – Spuren – Klänge – Linien – Formen – Zwischenräume – Wege – Bewegung – Grenzen – Beziehungen – Bündelungen

Meine Arbeiten sind Aussagen über Form, Beziehung, Gleichgewicht und Proportion. Sie formulieren nicht auf einer begrifflich / verbalen, sondern auf einer bildnerisch / plastischen und auch rhythmisch / klanglichen Ebene.

Linien grenzen aus oder beziehen ein - Linien verbinden oder trennen, - berühren..

Linien beschreiben und umschreiben Formen.

Linien bilden plastische Elemente innerhalb einer Raumarbeit.

Schwarz bedeutet für mich Masse, Dichte, Klangvolumen, Körperlichkeit, Schatten – Licht.

Schwarz erzeugt im Räumlichen eine starke Präsenz und Klangmaterialität, erhöht die unmittelbar umgebene Farbigkeit. Schwarz absorbiert Licht und Klang. Gleichsam scheint es in seiner Umgebung zu „klingen“ und seine gesamte Umgebung in diese Klangsituation mit einzubeziehen.

 

 

Dieter Call, geb. in Aachen, Bildhauer, Maler u. Musiker

1987 - 90  Staatl. Kunstakademie Düsseldorf / Malerei, 2002 - 2007 Studium der Malerei und Bildhauerei an der HBKsaar bei  Prof. Wolfgang Nestler, Prof. Bodo Baumgarten und Prof. Georg Winter , Weitere Schwerpunkte: Zeichnung, Druckgrafik, Installation, Performance, Musik. 

2007 Diplomarbeit, Meisterschüler von Prof. Wolfgang Nestler

 

 

Azra Duric

Kafka-Trilogie

Albert Camus meinte zu Franz Kafkas Werk:

„Es ist das Schicksal und vielleicht auch die Größe dieses Werks, dass es alle Möglichkeiten darbietet und

keine bestätigt.”

3 Parabeln → 3 Animationen = 3 x Kafka.

 

 

Azra Duric, geboren 1982 in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, lebte seit 1993 in Greifswald, München und Bochum, wo sie 2002 ihr Abitur abgeschlossen hat. Im Frühjahr 2007 absolvierte sie an der HBKsaar im Fach Freie Kunst, Fachrichtung Neue digitale Medien, ihr Diplom. Diesem folgte die Ernennung zur Meisterschülerin von Professor Támas Waliczky, ein Lehrauftrag im Wintersemester 2007/08 an der HBKSaar und im Sommer 2008 ein IHK-Abschluss in Webdesign.