©Johannes S. Sistermanns

Slide Studioblau Studioblau

Johannes S. Sistermanns

31. August 2021 – 03. Oktober 2021

„Klang Schweigt Zeit II“


eine spielerische grundhaltung lässt mich studioblau intiitiv wahrnehmen den boden mit papier bahnen was gehen selbst zur klangquelle macht den dunklen raum in projektionen schichten unschärfen und visuelle zwischenräume entstehen durch von wänden gelösten oberflächen welche klänge resonieren die direkt auf fluoriszierende reflektionen übertragen klang schweigt zeit und raum ist werkzeug für die unmittelbarkeit einer individuellen erfahrung was fragend impliziert ist hier überhaupt etwas ausgestellt wenn jegliches da zwischen als qualität so gültig ist wie alles sicht und hör bare bar jeder verbalen ausführung der leere wahrnehmende schafft sich selbst erst seine eigene voraussetzungslosigkeit zu jedem aufenthalt hier.
johannes s. sistermanns © 2021

Johannes S. Sistermanns studierte u. a. Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel an der Kölner Musikhochschule, wurde in Musikwissenschaft promoviert, nahm 1977 Gesangsunterricht in Nord-Indien, lebte 1991/2 in Paris (Begegnung mit Luc Ferrari), 1997 in Australien (Stipendium Land NRW), 2001 in Kyoto/Tokio (Künstlerstipendium Japan Founda-tion Tokio).
Seine Projekte realisiert er in installativer KlangPlastik, radiophonem Hörstück, Elektroakustik und KlangPerformance sowie grafischer Notation. In seinen installativen KlangPlastiken - die er selbst aus herkömmlichen ‚Klanginstallationen‘ entwickelt hat - durchdringt sein Klang resonante Alltags-Materialien und überwindet mittels direkter Klangübertragungen als bisher unüberwindbar geltende architektonische Raum-Grenzen. Weltweit erhält Johannes S. Sistermanns Einladungen zu Residenzen, Stipendien, Gastdozenturen an Medien- und Kunsthochschulen und Kompositionsaufträge von Festivals, Radiostationen sowie zahlreiche Preise, u.a. den Deutschen Klangkunst-Preis 2008. In diesem Jahr wurde er mit dem 12. Deutschen Musikautorenpreis 2020 im Bereich Komposition und Klangkunst (GEMA Berlin) ausgezeichnet.

Abb.: © Johannes S. Sistermanns