Patrick Nardin
Patrick Nardin„Cinémas de papier“studioblauEröffnung verschobenMit Video
9. Oktober 2020
Karen Fritz, studioblau „it.erratic“15.04.2021 – 30.05.2021Mit Video, Podcast und Bildergalerie
26. März 2021
J. S. Sitermanns

Slide Studioblau Studioblau

Johannes S. Sistermanns


25.02.2021 - 28.03.2021

„Klang schweigt Zeit I“


Links zu den Videos:
Klang schweigt Zeit 1 [HOngKOng_vertical]
Klang schweigt Zeit 1 [Ma Un Ma]
Klang schweigt Zeit 1 [00]
Klang schweigt Zeit 1 [ma meta 1]
Klang schweigt Zeit 1 [_6054]
Klang schweigt Zeit 1 [ma meta 4]
Klang schweigt Zeit 1 [lose]

„Diese über digitale Medien vermittelte Ausstellung ist für mich nicht virtuell. Im Sinne des Wortes ‚virtuell’ repräsentiert sie keine vom Computer simulierte Wirklichkeit, sondern ist diese Wirklichkeit.

Video, Titel, Klang, Farbe, die hier zusammen positioniert sind, gleichen weder einer in dieser Form ihrem Wesen oder ihrer Wirkung nach existierenden Sache noch erklären sie sich gegenseitig. Und führen schon gar nicht in das eine Thema des Ausstellungstitels. Geschaffen, so hier online konfrontiert, ist jedes Einzelne bei sich selbst und gleichzeitig voneinander entkoppelt. Für Sie als den Ausstellungs-Wahrnehmenden mögen sich in der Gleichzeitigkeit des so Versammelten geringe oder gewaltige Räume des Zwischen auftun. Öffnen sich diese für Sie, beginnt die Ausstellung des nicht Ausgestellten. Des nicht Auszustellenden. Der in diese Räume des Zwischen vordringende Besucher, Hörer, Sehende qualifiziert jeden Raum selbst. Etwas, das inwendig passiert: dynamischer Freiraum.

In meiner künstlerischen Praxis haben sich Botschaft und Vorstellung von mir gelöst. Und kenne die Botschaft nicht mehr."

Johannes S. Sistermanns studierte u. a. Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel an der Kölner Musikhochschule, wurde in Musikwissenschaft promoviert, nahm 1977 Gesangsunterricht in Nord-Indien, lebte 1991/2 in Paris (Begegnung mit Luc Ferrari), 1997 in Australien (Stipendium Land NRW), 2001 in Kyoto/Tokio (Künstlerstipendium Japan Foundation Tokio).

Seine Projekte realisiert er in installativer KlangPlastik, radiophonem Hörstück, Elektroakustik und KlangPerformance sowie grafischer Notation. In seinen installativen KlangPlastiken - die er selbst aus herkömmlichen ‚Klanginstallationen‘ entwickelt hat - durchdringt sein Klang resonante Alltags-Materialien und überwindet mittels direkter Klangübertragungen als bisher unüberwindbar geltende architektonische Raum-Grenzen. Weltweit erhält Johannes S. Sistermanns Einladungen zu Residenzen, Stipendien, Gastdozenturen an Medien- und Kunsthochschulen und Kompositionsaufträge von Festivals, Radiostationen sowie zahlreiche Preise, u.a. den Deutschen Klangkunst-Preis 2008. Im März 2021 ist ihm der '12. Deutsche Musikautorenpreis 2020’ in der Kategorie Komposition|Klangkunst von der GEMA Berlin verliehen worden.

Vom 31. August bis 10. Oktober wird im studioblau mit einer ortsbezogenen KlangPlastik der zweite Teil der Ausstellung gezeigt werden.