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Juan S. Guse - »Miami Punk«


Dienstag, 04.10.2022, 20 Uhr

Miami im US-Bundesstaat Florida in einer nicht allzu fernen Zukunft: Über Nacht zieht sich plötzlich der Atlantik zurück, die Region leidet unter einer unerklärlichen Alligatorenplage, es kursieren Gerüchte über Todesschwadronen und Videospielfiguren führen ein unerwartetes Eigenleben: Mit seinem von den Feuilletons vielbeachteten zweiten Roman »Miami Punk« (2019) erschafft der Schriftsteller Juan S. Guse eine faszinierende und gleichsam irritierende Fiktion der USA im 21. Jahrhundert zwischen Klimawandel, Fake News und Postkapitalismus, Migration und virtuellen Welten.
Denn auch der Roman selbst ist äußerst rätselhaft: Mit seiner enzyklopädischen Komplexität, der teils rhizomatischen Struktur sowie einer Reihe von ›flankierenden‹ Texten und Medien scheint sich die gesellschaftliche Fragmentierung von Gewissheiten auch in der Erzählweise zu spiegeln. Juan S. Guse, geboren 1989, studierte Literaturwissenschaften und Soziologie. Sein Debütroman »Lärm und Wälder« erschien 2015, sein zweiter Roman »Miami Punk« (2019) ebenfalls im S. Fischer Verlag. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Fellowship der Villa Aurora und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover. Derzeit promoviert er im Bereich der Arbeits- und Organisationssoziologie.



In Kooperation mit der Universität des Saarlandes, Kunst- und Kulturwissenschaften