Patrick Nardin

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Patrick Nardin


12. November 2020 – 10. Januar 2021
Eröffnung: Mittwoch, 11. November, 19.00 Uhr

„Cinémas de papier“


Patrick Nardins Arbeit entsteht aus den Beziehungen zwischen Film und Malerei.

Seine Filme kombinieren die Techniken eines handgefertigten Kinos mit digitalen Technologien. Alle Bilder eines Films werden selbstständig bearbeitet, nacheinander gemalt, wie aufeinanderfolgende Bilder, um eine neue Wahrnehmung von Materialien und Bewegung zu initiieren.

Die Bilder werden auf den gewöhnlichsten Materialien gemalt, manchmal nach dem Zufallsprinzip, auf Reisen gesammelt: Rechnungen, alte, vergilbte Notizbücher, Zeitungen, Verpackungen, Schulhefte, die zusammengenommen zu einem Papierkino werden.

Die klassische Malerei wird durch die Praxis der Projektion ersetzt. Die Bilder entwickeln sich entsprechend den Räumen, die sie aufnehmen, und machen die Videoinstallation zu einem Gerät für die Belichtung des Bildes. Eine "Kinematographie" (griech. „Bewegung“, „Erschütterung“, „Veränderung“), die auch außerhalb ihrer narrativen Absichten an einem visuellen und akustischen Gedächtnis des Kinos arbeitet.

Patrick Nardin ist Künstler und Kunsthistoriker an der Université 8 Paris, Vincennes-Saint-Denis.