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Saarländischer Künstlerbund
Eine Hommage an Lukas Kramer
12.11.2026 - 03.01.2027
Eröffnung: Mittwoch, 11.11.2026, 19.00 Uhr
Studio
Der Saarländische Künstlerbund erinnert mit seiner kommenden Ausstellung im Saarländischen Künstlerhaus an das Lebenswerk seines im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieds Lukas Kramer. Die Ausstellung ist vom 12. November 2026 bis 3. Januar 2027 im Studio des Saarländischen Künstlerhauses zu sehen und wird am Mittwoch, 11. November um 19:00 Uhr eröffnet.
Lukas Kramer gehörte zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten im Saarland. Er prägte wie kaum ein anderer sowohl die saarländische Kunstszene als auch den Saarländischen Künstlerbund, dessen Mitglied er seit 1968 und dessen Vorstand er zwischen 1973-1979 war. Stets lag ihm auch die Förderung des künstlerischen Nachwuchses am Herzen.
Lukas Kramer wurde 1941 in Saarbrücken geboren. Er studierte nach Besuch der Werkkunstschule in Trier an der École supérieure des arts décoratifs de Strasbourg/FR und am Instituto di belli Arti Urbino/IT. 15 Jahre war im saarländischen Schuldienst tätig. Sein Werk wurde ausgezeichnet mit dem Kunstpreis der Stadt Saarbrücken, mit dem Stipendium der Bundesrepublik Deutschland in der Cité Internationale des Arts, Paris/FR, mit dem Ramboux-Preis der Stadt Trier und dem Albert-Weisgerber-Preis für Bildende Kunst, St. Ingbert.
Seine Malerei war in einer Vielzahl von Ausstellung im In- und Ausland zu sehen und ist in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen präsent, unter anderem im Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft, der Landeshauptstadt Saarbrücken und des saarländischen Landtags.
Lukas Kramers malerisches Werk spannt einen großen Bogen von einer frühen Auseinandersetzung mit der Pop-Art bis hin zur streng formalen, seriellen Experimenten mit der Raumdynamik von Licht. Seine Malerei, in der sich eine skeptische Haltung zur janusköpfigen technischen Entwicklung widerspiegelt, fußte dabei immer auf der Reflexion über die Materialität von Farbe und Licht. In der von Katastrophenszenarien inspirierten Black-out-Serie bricht sich eine stark abstrahierende gestische Lichtmalerei Bahn. Wie nächtliche Blitze oder Leuchtspüren huschen grelle Lichtereignisse als Zeichen einer zerbrechenden Ordnung über die Leinwand. In der starkfarbigen Fluid-Serie konzentrierte Lukas Kramer seine Lichtuntersuchungen auf monumentale, die Leinwand dominierende Röhrenformen, die Assoziationen an kommunizierende Röhren oder Maschinenräume bedrohlicher Energieerzeugung wecken. In einem letzten Schritt ordnete er diese Formen zu pulsierenden, an Leuchtstoffröhren erinnernden Formationen. Ein Wechsel von Schärfe und Unschärfe vermittelt neben changierenden, hermetischen Raumeindrücken Dynamik und Geschwindigkeit. Darüber hinaus realisierte Lukas Kramer eine Reihe von Werken für den öffentlichen Raum, in denen er seine künstlerischen Überlegungen in die dritte Dimension übertrug, erprobte und mit bildhauerischen Elementen bereicherte.
Mit der konzentrierten kleinen Ausstellung im Studio des Künstlerhauses möchte der Saarländische Künstlerbund an einen großen Maler erinnern und die regionalen Kunstinstitutionen ermuntern, Lukas Kramer in einer ausstehenden großen Retrospektive zu würdigen.

Abb.: Lukas Kramer


