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26. Oktober 2020
Sonja Ruf „Im Glanz der Kontrolle“ 31.05.2021Nicht öffentlich!
9. April 2021

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Guy Helminger


19.04.2021

"Die Lombardi-Affäre"



Nicht systemrelevant!
Was hält die Politik von Kunst? Warum reden die Politiker immer nur von Kultur? Gibt es gar eine Verschwörung politischer Kräfte gegen die zeitgenössische Kunst? Das behauptet zumindest Georges Husen, der aus diesem Grund seinen Nachbarn umgebracht hat und nun Dr. Laurent von der Lombardi-Affäre berichtet, bei der ein luxemburgischer Museumsdirektor die Contenance in einem Interview verlor und schließlich durch eine gefakte Fernsehsendung sowie die Vorverurteilung des Premiers von seinem Posten zurücktrat. Ein luxemburgisches Phänomen? Wohl kaum, bedenkt man wie die Kunst auch in anderen Ländern kleingehalten wird. Helmingers Roman lehnt sich an eine wahre Begebenheit an, spannt aber einen erzählerischen Bogen von der Französischen Revolution über das heutige China bis ins Großherzogtum. Was daran ist wahr? Der Autor meint, zumindest sei nichts daran gelogen, sondern ehrlich erfunden.
Helminger studierte Germanistik und Philosophie in Luxemburg, Heidelberg und Köln. Er arbeitete als Barkeeper, Schauspieler, Regieassistent und 3D-Grafiker. Seit 1985 lebt und arbeitet er in Köln. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
Als Autor ist er zunächst vor allem mit Lyrik, Theaterstücken und Hörspielen hervorgetreten. 2001 veröffentlichte er einen ersten Kurzprosaband (Rost). 2004 wurde er beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb für seine Erzählung Pelargonien mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Zuletzt hat er 2020 den Gustav-Regler-Preis erhalten.

„Die Lombardi-Affäre“, capybarabooks, Luxembourg 2020, 136 Seiten.

Abb. © privat