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Daniel Jurjew liest aus seiner Übersetzung von
Hisashi Tôhara: "Hiroshima: Eine Stimme aus der Hölle"
Tagebuch, Weidle / Wallstein Verlag
Montag, 21.09.2026, 20 Uhr
Dank der Übersetzung durch Daniel Jurjew, der an diesem Abend lesen wird, und Anika Kode, sind diese erschütternden Aufzeichnungen nun erstmals auf Deutsch zugänglich – die ergreifenden Erinnerungen eines jungen Mannes an den Tag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Hisashi Tôhara ist achtzehn Jahre alt, als er das tragische Ereignis miterleben muss. An einem Sommertag verlässt er das Haus. Er befindet sich am Bahnhof, als ein Blitz die ganze Umgebung erhellt. Zur gleichen Zeit kommt ein Grollen aus der Erde, sein Nacken brennt. Wahrscheinlich sind es nur Sekunden, aber es erscheint ihm wie eine Ewigkeit. Kurz darauf ist es dunkel – alles ist von schwarzem Rauch erfüllt. Von den Straßen Hiroshimas ist nichts mehr übrig. ein Jahr später schreibt er in einem Notizbuch auf, wie er diese Katastrophe erlebt hat – dann schweigt er. Mieko Tôhara, seine Frau, entdeckt das Heft drei Jahre nach Hisashis Tod und veröffentlicht in Tokio fünfzig Exemplare im Selbstverlag für Freunde. So gelangt der Text an einen französischen Verlag, der ihn 2012 veröffentlicht. Tôharas Beschreibung dieses Tages ist so eindrücklich, dass sie auch in einer deutschsprachigen Ausgabe zugänglich sein muss.
Daniel Jurjew, geboren 1988 in Leningrad, übersetzte bereits Texte von u. a. Igor Bulatovsky, Jelena Schwarz, Wsewolod Petrow und Oleg Jurjew. Er lebt in Frankfurt a. M. und Trier.
In Kooperation mit dem VS Saar.

Autorenfoto: privat


