Berit Jäger„RAM / Robot-Art-Mensch“ 03.09.-25.10.2026
3. Juli 2026
Juliana Hümpfner„face-to-face“03.09. – 25.10.2026
3. Juli 2026
Berit Jäger„RAM / Robot-Art-Mensch“ 03.09.-25.10.2026
3. Juli 2026
Juliana Hümpfner„face-to-face“03.09. – 25.10.2026
3. Juli 2026

Slide Galerie Galerie

Thomas Behling

"Der Verlust der Bedeutungslosigkeit"

03.09. - 25.10.2026
Eröffnung: Mittwoch, 02.09.2026, 19.00 Uhr

Galerie 1

In seinen Bildobjekten arbeitet der in Berlin lebende Künstler mit dem Patina besetzten weltanschaulichen Erbe in unseren Hinterköpfen, welches oft unserem bewussten Selbstverständnis widerspricht.
Überkommene Bildformen drücken etwas von jener Weltsicht aus, die sich ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Die Prägungen der Geschichte wirken stärker und nachhaltiger in uns, als uns oft bewusst und recht ist. So prägen uns große Narrative, die häufig sogar mächtiger sind als materielle Existenzgrundlagen. 
Eines der Themen seiner Arbeiten ist die Klimakrise. Trotz unseres Wissens fällt es uns schwer, unser Handeln zu verändern, obwohl wir damit unseren Planeten für uns Menschen zerstören. Zu stark sind unsere eingeübten Denk- und Handlungsweisen, egal wie absurd sie sind. Wir befinden uns in der wohl schwersten und fundamentalsten Kulturkrise der Menschheit.
Thomas Behling sieht seine Aufgabe als Künstler darin, Werke zu schaffen, die zu einer Reflexion dieser Situation beitragen. Um das Ausmaß begreifen zu können, brauchen wir eine Perspektive, die uns eine größere Distanz gibt: Er meint, dass es dafür wichtig ist, die Gegenwart bereits jetzt als einen geschichtlichen Vorgang zu sehen und unseren Denkhorizont zu erweitern. Vergebens wäre durchlebt, was wir nicht in Erinnerung behalten und verstehen. Mit vermeintlichen Überbleibseln einer früheren Zeit möchte Thomas Behling in Krisen und Konfliktzonen der Gegenwart leiten. In seinen Bildobjekten verschachtelt er Realität und Illusion und zeigt damit etwas davon, wie wir Wirklichkeit kreieren.

Thomas Behling studierte an der FH Ottersberg und der HfK Bremen und schloss sein Studium als Meisterschüler ab. Stipendien führten ihn nach Dresden, Leipzig, Bad Münster am Stein, Lauenburg, Bremerhaven und Lendava in Slowenien. Er lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten wurden unter anderem gezeigt im Overbeck-Museum in Bremen, im Hans Erni Museum in Luzern, auf der Echigo-Tsumari Art Triennale in Japan, im Kunstverein Hannover, bei ES74 in Sydney, in der Galerie Instinc in Singapur oder dem Cesis Art Vestival in Lettland.