©Johannes S. Sistermanns
Johannes S. Sistermanns„Klang schweigt Zeit II“ studioblau31.08.2021 – 03.10. 2021
15. Juli 2021

Gespräche zur amerikanischen Kunst

Via Zoom

Mit Anne-Marie Stöhr

Mittwoch, 17.11. 2021, 18 Uhr <<< Zum Meeting >>>

Mit Ulrike Palmbach, San Francisco

Freitag, 19.11.2021, 18 Uhr <<< Zum Meeting >>>

Unter den Titel „Nomadic Structure“ werden vom 31.3. bis 16.5.2022 fünf Künstler*innen aus der Bay Area in Kalifornien unter kuratorischer Leitung von Anne-Marie Stöhr ihre Werke im Saarländischen Künstlerhaus ausstellen. Zuvor laden wir gemeinsam mit dem Deutsch-Amerikanischen Institut Saarland e.V. ein, die Künstler*innen bei einem Gespräch in ihrem Atelier kennenzulernen. Die Gespräche finden digital über Zoom statt.

Anne-Marie Stöhr, eine vielsprachige bildende Künstlerin mit kulturellem Hintergrund in Deutschland, Schweden und Frankreich, betrachtet die Malerei als ihre fünfte Sprache. Stöhr hat ihre Schullaufbahn und künstlerische Ausbildung in allen drei Ländern absolviert und lebte von 2002 bis 2019 in Kalifornien. Sie ist Absolventin der HBK Saar. Ihre Werke werden international ausgestellt und befinden sich in öffentlichen Sammlungen des Schwedischen Kulturrates, des Kulturamtes Göteborg, des Ministeriums für Kultur und Bildung Rheinland-Pfalz und des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes. Sie ist Bildende Künstlerin, Künstlerin-Kuratorin und Autorin und lebt in Saarbrücken und Schweden.

Ulrike Palmbach „Visuelle Inspiration finde ich auf meinen ausgedehnten Wanderungen durch die Natur oder beim Vorbeigehen an der Unordnung von Baustellen oder Brachflächen. Diese Erfahrungen übersetze ich in meinen Zeichnungen in eine innere emotionale und nachdenkliche Welt. Diese Zeichnungen sind fiktive Darstellungen von Übergangsräumen und -gebilden. Dabei kann es sich um ein kleines Gebilde handeln, das man durch den Fokus eines Mikroskops sieht, oder um einen flüchtigen Raum, den man durchwandert. Die Räume können ein undurchdringliches Dickicht, ein kompliziertes Gewirr, ein verschlungenes Geflecht oder eine lose Ansammlung von Strängen und Fäden sein, die nachgeben. Einige meiner Bleistiftzeichnungen sind sehr schnell und unberechenbar, wobei ich den Stift in Schleifen über das Papier gleiten lasse, bis eine Form entsteht. Bei den Grafit-Pulver-Zeichnungen reibe ich Grafit langsam in mehreren Schichten auf das Papier und schaffe durch das Ausradieren von Linien und das Hinzufügen von Tuschewaschungen sich kreuzende Räume. Auf diese Weise erreiche ich ein Gefühl des Zurückweichens und Auftauchens von Räumen. Dies geschieht ohne einen anfänglichen Plan, doch an einem bestimmten Punkt gibt es eine gewisse Logik im Chaos. In ähnlicher Weise beginnen die Tangle-Zeichnungen ohne jede Richtung, bis ich sehe, wohin sie mich führen, und das ist es, wohin ich gehe.“
Ulrike Palmbach wurde in Sindelfingen, Deutschland, geboren und erhielt ihren BFA am San Francisco Art Institute im Jahr 1989. Palmbach ist vor allem bekannt für unheimliche, psychologisch aufgeladene Skulpturen aus weichen Materialien wie Musselin, Baumwolle, Faden und geschnitztem Holz sowie mit aufwendigen detaillierte Graphit-, Tusche- und Aquarellarbeiten auf Papier. Sie hatte bereits mehrere Einzelausstellungen in der Wirtz Gallery in San Francisco.
In 2008 waren Palmbachs Arbeiten in der Ausstellung "Comme des bêtes" im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne, Schweiz, und 2005-2006 wurden ihre Kunstwerke für die T-Turin Triennial Threemuseums ausgewählt: The Pantagruel-Syndrom, einer Ausstellung internationaler Künstler, kuratiert von Francesco Bonami und Carolyn Christov-Bakargiev.
Palmbach lebt derzeit in San Francisco.